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Home I WPK I Freiheit keine Selbstverständlichkeit I
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit / Schuljahr 2007/2008
 

Bericht von Jasmin Bacher und Wiebke Carina Cramer, R9a

Der Wahlpflichtkurs Geschichte der Realschulklassen 9 unter der Leitung von Herrn Bildhauer, besuchte am 21.5.2008 den Grenzgarten des Idafehner Pastoren Herrn Bortfeldt.

(Information für die Lehrerinnen und Lehrer der Haupt- und Realschule Ostrhauderfehn und anderer Schulen der Region:   Falls ihr mit eurer Klasse den Grenzgarten in Idafehn besuchen möchtet, sprecht mich bitte an. Ein Besuch ist in einer Doppelstunde möglich.  Der Fußweg von der HRS zum Pfarrhaus Idafehn dauert nur fünf Minuten.)



Pastor Bortfeld

Pastor Bortfeldt organisierte für die Schülerinnen und Schüler eine Zeitreise ins Jahr 1988.

Im Jahre 1988 war Deutschland in zwei Staaten geteilt: Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland. Eine von der DDR errichtete über 1000 km lange Grenze mit Stacheldraht, Wachtürmen, schwer bewaffneten Wachposten und sogar mit Minenfeldern trennte die beiden deutschen Staaten voneinander.

Herr Pastor Bortfeldt hat einen Teil dieser Grenze im Garten des Idafehner Pfarrhauses rekonstruiert.  


Freiheit – Was bedeutet das?

Gleich zu Beginn unseres Besuches zeigte uns Herr Bortfeldt ein echtes Stück des Grenzzaunes. Er hat es bei einem Besuch an der ehemaligen Grenze geschenkt bekommen.    

Anschließend definierten wir das Wort “Freiheit.” Herr Bortfeldt stellte uns die Frage:

“Was ist eigentlich Freiheit?” Einige Schüler antworteten: “Freiheit ist, tun und lassen zu können,  was man will.” “Freiheit ist Unabhängigkeit.“ „Freiheit ist seine Meinung sagen zu dürfen.”

Keiner von uns kam auf den Gedanken, dass Freiheit auch Reisefreiheit bedeutet.

Als im Jahr 1961 die innerdeutsche Grenze errichtet wurde, konnten die Menschen nicht mehr frei reisen. Mit dem Bau der Grenze stoppte die Regierung der DDR die Flucht von Menschen in die Bundesrepublik. Wer über die Grenze fliehen wollte, musste damit rechnen erschossen zu werden. 


Zeitreise ins Jahr 1988

“Einen Teil der innerdeutschen Grenze möchte ich euch zeigen,” sagte Pastor Bortfeldt und die Reise ins Jahr 1988 begann. Die Schüler des WPK sollten sich vorstellen, sie seien damalige Jugendliche, die vor einem Teil der innerdeutschen Grenze in der bayerischen Rhön stehen würden. Dies konnte man sich gut vorstellen da die Grenze im Garten originalgetreu nachgebaut steht.

 


“Jugendliche aus der Bundesrepublik die  damals an die Grenzsäule (Betonsäule 400 kg) gepinkelt haben, wurden festgenommen. Dies war eine Mutprobe für die Jugendlichen”, erklärte Bortfeldt. Ein Niemandsland gab es nicht. Wer hinter den Holzabsperrung trat, befand sich auf dem Boden der DDR.  

Aktion Ungeziefer

Einer von uns  Schülern fragte, was die Trümmer auf dem Boden bedeuten sollten. Diese waren das Ergebnis der Aktion “Ungeziefer,” denn alle Häuser, die zu nah oder ganz an der Grenze standen wurden abgerissen. Auch die Grenzsteine stehen an der nachgebauten Grenze. Diese Steine markierten den deutsch-deutschen Grenzverlauf.


Opfer

Als die Schüler die Zahl der getöteten Menschen hörten, erschreckten sie. Insgesamt waren es fast 1000 Menschen, die bei der Flucht aus der DDR starben. Die Grenze wurde ab 1961 immer weiter verstärkt. Im Jahre 1988 war es fast schon unmöglich, sie unbemerkt und unverletzt zu überqueren.

Zwei der der letzten Opfer waren  Dietmar Pommer, der bei einer Flucht über den Fluss Oder ertrank und Chris Gueffroy, der an der Berliner Mauer erschossen wurde. Beide starben nur kurze Zeit  vor dem Ende dieser furchtbaren Grenze. 

Am 9. November 1989 fiel die Grenze und die Menschen sind seitdem wieder frei.


Wir haben eine Antwort gefunden.

Nach dem Besuch haben wir eine Antwort auf die Frage “Was ist eigentlich Freiheit?” gefunden.


Freiheit ist ein Leben ohne Grenzen und Mauern.   

Weitere Informationen über die Geschichte dieser Grenze findet ihr auf der Website www.grenzerinnerungen.de


Information für die Lehrerinnen und Lehrer der Haupt- und Realschule Ostrhauderfehn und anderer Schulen der Region:  

Falls ihr mit eurer Klasse den Grenzgarten in Idafehn besuchen möchtet, sprecht mich bitte an. Ein Besuch ist in einer Doppelstunde möglich.  Der Fußweg von der HRS zum Pfarrhaus Idafehn dauert nur fünf Minuten.



   

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