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Freiheit ist keine
Selbstverständlichkeit |
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Bericht von
Jasmin Bacher und
Wiebke Carina Cramer, R9a
Der Wahlpflichtkurs Geschichte der
Realschulklassen 9 unter der Leitung von Herrn Bildhauer, besuchte den Grenzgarten des Idafehner Pastoren Herrn Bortfeldt.
(Information für die Lehrerinnen und Lehrer der Haupt- und Realschule
Ostrhauderfehn und anderer Schulen der Region:
Falls ihr mit
eurer Klasse den Grenzgarten in Idafehn besuchen möchtet, sprecht
mich bitte an. Ein Besuch ist in einer Doppelstunde möglich. Der
Fußweg von der HRS zum Pfarrhaus Idafehn dauert nur fünf Minuten.)
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Pastor Bortfeld
Pastor Bortfeldt organisierte für die
Schülerinnen und Schüler eine Zeitreise ins Jahr 1988.
Im Jahre 1988 war Deutschland in zwei
Staaten geteilt: Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland. Eine von
der DDR errichtete über 1000 km lange Grenze mit Stacheldraht,
Wachtürmen, schwer bewaffneten Wachposten und sogar mit Minenfeldern
trennte die beiden deutschen Staaten voneinander.
Herr Pastor Bortfeldt
hat einen Teil dieser Grenze im Garten des Idafehner Pfarrhauses
rekonstruiert.
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Freiheit – Was bedeutet das?
Gleich zu Beginn unseres Besuches
zeigte uns Herr Bortfeldt ein echtes Stück des Grenzzaunes. Er hat
es bei einem Besuch an der ehemaligen Grenze geschenkt bekommen.
Anschließend definierten wir das Wort
“Freiheit.” Herr Bortfeldt stellte uns die Frage:
“Was ist eigentlich Freiheit?” Einige
Schüler antworteten: “Freiheit ist, tun und lassen zu können, was
man will.” “Freiheit ist Unabhängigkeit.“ „Freiheit ist seine
Meinung sagen zu dürfen.”
Keiner von uns kam auf den Gedanken,
dass Freiheit auch Reisefreiheit bedeutet.
Als im Jahr 1961 die innerdeutsche
Grenze errichtet wurde, konnten die Menschen nicht mehr frei reisen.
Mit dem Bau der Grenze stoppte die Regierung der DDR die Flucht von
Menschen in die Bundesrepublik. Wer über die Grenze fliehen wollte,
musste damit rechnen erschossen zu werden. |
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Zeitreise ins Jahr 1988
“Einen Teil der innerdeutschen Grenze
möchte ich euch zeigen,” sagte Pastor Bortfeldt und die Reise ins Jahr
1988 begann. Die Schüler des WPK sollten sich vorstellen, sie seien
damalige Jugendliche, die vor einem Teil der innerdeutschen Grenze in
der bayerischen Rhön stehen würden. Dies konnte man sich gut vorstellen
da die Grenze im Garten originalgetreu nachgebaut steht.
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“Jugendliche aus der Bundesrepublik die damals an die Grenzsäule
(Betonsäule 400 kg) gepinkelt haben, wurden festgenommen. Dies war eine
Mutprobe für die Jugendlichen”, erklärte Bortfeldt. Ein Niemandsland gab
es nicht. Wer hinter den Holzabsperrung trat, befand sich auf dem Boden
der DDR.
Aktion Ungeziefer
Einer von uns Schülern fragte, was die
Trümmer auf dem Boden bedeuten sollten. Diese waren das Ergebnis der
Aktion “Ungeziefer,” denn alle Häuser, die zu nah oder ganz an der
Grenze standen wurden abgerissen. Auch die Grenzsteine stehen an der
nachgebauten Grenze. Diese Steine markierten den deutsch-deutschen
Grenzverlauf.
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Opfer
Als die Schüler die Zahl der getöteten
Menschen hörten, erschreckten sie. Insgesamt waren es fast 1000
Menschen, die bei der Flucht aus der DDR starben. Die Grenze wurde ab
1961 immer weiter verstärkt. Im Jahre 1988 war es fast schon unmöglich,
sie unbemerkt und unverletzt zu überqueren.
Zwei der der letzten Opfer waren Dietmar
Pommer, der bei einer Flucht über den Fluss Oder ertrank und Chris
Gueffroy, der an der Berliner Mauer erschossen wurde. Beide starben nur
kurze Zeit vor dem Ende dieser furchtbaren Grenze.
Am 9. November 1989 fiel die Grenze und
die Menschen sind seitdem wieder frei.
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Wir haben eine Antwort gefunden.
Nach dem Besuch haben wir eine Antwort
auf die Frage “Was ist eigentlich Freiheit?” gefunden. |
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Freiheit ist ein Leben ohne Grenzen und
Mauern.
Weitere
Informationen über die Geschichte dieser Grenze findet ihr auf der
Website
www.grenzerinnerungen.de
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Information für die Lehrerinnen und Lehrer der Haupt- und Realschule
Ostrhauderfehn und anderer Schulen der Region:
Falls ihr mit
eurer Klasse den Grenzgarten in Idafehn besuchen möchtet, sprecht
mich bitte an. Ein Besuch ist in einer Doppelstunde möglich. Der
Fußweg von der HRS zum Pfarrhaus Idafehn dauert nur fünf Minuten. |
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